Fortbildung für Multiplikator*innen

Koloniales und rassistisches Denken und Handeln im Nationalsozialismus. Verflechtungsgeschichtliche Perspektiven für die Bildungsarbeit

Die KZ-Gedenkstätte bietet drei- bis fünfstündige Fortbildungen für Multiplikator*innen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit an. Diese führen in die methodischen Ansätze und die Themenschwerpunkte der Materialien ein und zeigen anhand exemplarischer Quellen und biografischer Darstellungen konkrete Anwendungsmöglichkeiten auf. Vorgestellt wird das Vermittlungskonzept der Materialien. Dieses basiert auf den geschichtsdidaktischen Prinzipien der Multiperspektivität, Kontroversität und Pluralität. Es reagiert damit auf zentrale Herausforderungen historisch-politischer Bildungsarbeit in einer pluralen Gesellschaft, in der postkoloniale Diskurse und die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus weitgehend unverbunden nebeneinanderstehen. Insbesondere werden die Multiplikator*innen mit dem Themenfeld „Rassismen“ in seinen vielfältigen Erscheinungsformen und seiner Abgrenzung zu Antisemitismus und anderen Ausgrenzungsideologien vertraut gemacht. Die konkreten Lehr- und Lernziele der Materialien beinhalten, neben einer rassismuskritischen Sensibilisierung der Lernenden, die Förderung verflechtungsgeschichtlichen Denkens und des differenzierenden Vergleichens, auch in Bezug auf die jeweiligen Erinnerungsdiskurse, sowie der Analyse von Unterschieden, Gemeinsamkeiten und Wechselwirkungen zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus.


Kontakt:

Dr. Susann Lewerenz, 040 428 131 536, susann.lewerenz@bkm.hamburg.de